Ausnahmen in der Ernährung

Sind Ausnahmen in der Ernährung okay?

Heute möchte ich ein Thema aufgreifen, über das in der Community nur wenige offen sprechen. Höchste Zeit, einen Raum dafür zu eröffnen! Denn eine der häufigsten Fragen, die mir in den letzten Jahren gestellt worden ist, handelt genau von diesem Thema: „Machst du Ausnahmen bei deiner Ernährung, Anika?“

Ist es eine Schwäche, Ausnahmen zu machen?

Wenn es um Ausnahmen geht, kochen Emotionen und daran hängende Glaubenssätze oft hoch. Einige halten das Abweichen vom eigentlichen Plan für eine Schwäche, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Sie setzen sich und andere unter starken Druck und verlieren schnell die Freude an dem, was sie tun. Andere machen zwar Ausnahmen, begeben sich anschließend aber sofort in ein mentales Selbstbestrafungslager und erzeugen damit eben jenen Druck, der am Ende für Schwere und Stress sorgt.

Ausnahmen sind Entscheidungen

Dabei sind Ausnahmen einfach nur Entscheidungen. Wir entscheiden uns für etwas, was wir für gewöhnlich nicht tun bzw. essen. Mehr nicht. Was uns stresst, sind unsere Bewertungen über diese Entscheidungen. Stichwort: Schlechtes Gewissen. Oder wir stressen uns, weil wir uns zwar für diese eine Sache entscheiden, aber die Konsequenzen nicht tragen wollen. Nach dem Motto: Dusch mich, aber mach mich nicht nass.

Dein Handeln sollte zu deinen Zielen passen

Ob jemand Ausnahmen macht oder nicht, hat nichts mit Schwäche oder Stärke zu tun. Anstatt unser und fremdes Handeln ständig zu bewerten, sollten wir uns eher fragen, ob unser Handeln zu uns, unserer Vorstellung vom Leben und v.a. unseren Zielen passt. Denn darum geht es doch: Unser Leben so zu gestalten, dass wir das erreichen, was wir uns vorgenommen haben. Dürfen da Ausnahmen sein? Klar! Wenn wir uns bzw. unseren gewünschten Weg damit nicht sabotieren, passt es wunderbar zusammen. 

Machst du Ausnahmen, Anika?

Ja, ich mache Ausnahmen. Allerdings sind meine Ausnahmen nicht die Art von Ausnahmen, die viele vor Augen haben. Ich weiche z.B. nicht davon ab, keine Krankmittel zu essen. Ich esse seit 8 Jahren kein Gluten mehr und seit 3 Jahren bin ich ernährungstechnisch außerdem vegan, sojafrei, maisfrei und sehr naturbelassen unterwegs.

Ausnahmen bei der Fett- und Rohkostmenge

Meine Ausnahmen finden eher im Bereich des Fettkonsums und Rohkostanteils statt – für gewöhnlich esse ich sehr fettarm und überwiegend roh, doch wenn mir eine leckere, fettreiche Rohkosttorte über den Weg läuft oder ich Lust auf Ofenkartoffeln oder Nudeln (aus Hülsenfrüchten) bekomme, dann mache ich hin und wieder Ausnahmen von meiner normalen Ernährungsweise.

Für manche klingt das vielleicht frustrierend, weil sie noch mit ganz anderen Dingen hadern (z.B. mit dem Weglassen der Krankmittel). Darum ist es immer wichtig, bei sich selbst und der individuellen Situation zu schauen. Ich hatte am Anfang auch ganz andere Probleme (Käse-Entzug!) als jetzt nach vielen Jahren.

Tipps für die Anfangszeit

Stehst du noch vor der Herausforderung, gewisse Dinge aus deiner Ernährung dauerhaft wegzulassen und vermisst du Käse oder Brötchen auch so schmerzlich, wie ich am Anfang? Dann schau dir weiter unten mein neues Video an – darin erzähle ich u.a. auch, welche Tipps ich in meinen Beratungen zu genau diesem Thema gebe.

Viel Spaß und hilfreiche Erkenntnisse! 

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Deine Anika

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